Am 20.11. veranstaltete die Deutsche Botschaft Ankara in Zusammenarbeit mit dem DAAD-Informationszentrum Ankara und der Abteilung für Deutsche Sprache und Literatur der Ankara Universität eine Informationsveranstaltung zum Internationalen Parlamentsstipendium (IPS) auf dem Campus der Dil-Tarih-Fakultät der Ankara Universität.
Der Deutsche Bundestag vergibt mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin jährlich etwa 120 Stipendien für junge Hochschulabsolvent*innen aus 44 Nationen. Das Programm dauert jedes Jahr vom 1. März bis zum 31. Juli.
Um das Programm näher vorzustellen, war eine Delegation aus Deutschland - bestehend aus Dr. Sven Vollrath (Leiter der Unterabteilung Europa, Deutscher Bundestag) sowie Dr. Mathias Neukirchen (Kanzler der TU Berlin) - zu Gast.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Abteilungsleiter der Abteilung für Deutsche Sprache und Literatur der Ankara Universität, Prof. Dr. Osman Toklu, der die Gäste herzlich willkommen hieß.
Dr. Sven Vollrath übernahm das Wort und informierte zu den Zielen und genauen Inhalten des IPS-Programms sowie den Bewerbungsvoraussetzungen: Bewerber*innen müssen die Staatsbürgerschaft des jeweiligen Landes haben, aus dem sie sich bewerben, dürfen nicht älter als 30 Jahre sein und sollten bereits über ein abgeschlossenes Universitätsstudium sowie (sehr) gute Deutschkenntnisse verfügen. Dies sei wichtig, um an den Arbeitsläufen im Bundestag teilhaben zu können. Stipendiat*innen des IPS arbeiten von den 5 Stipendienmonaten 3 Monate in einem Abgeordnetenbüro mit und können die politischen Prozesse der Bundesrepublik Deutschland somit hautnah miterleben.

Gleichzeit sind die Stipendiat*innen für das Sommersemester als Studierende an der Humboldt Universität zu Berlin eingeschrieben und können bis zu 2 Lehrveranstaltungen an einer der Berliner Universitäten besuchen. Ergänzend nehmen sie an einem wissenschaftlichen Begleitprogramm der FU, HU und TU Berlin teil.
Der Kanzler der Technischen Universität Berlin, Herr Dr. Mathias Neukirchen, stellte den interessierten Studierenden daher die Universitätslandschaft und die einzelnen Hochschulen genauer vor und verwies darauf, dass Berlin aus unterschiedlichen Gründen ein ausgezeichneter Studienstandort für internationale Studierende ist, an dem sie sicher wohlfühlen und viel erleben werden. Die Studienzeit sei schließlich mit die besten Zeit im Leben, und zwar auch, weil man in dieser Zeit Möglichkeiten wie die Teilnahme am IPS-Programm wahrnehmen kann, was sich im späteren Verlauf des Lebens immer schwieriger darstellen wird.

Viele Fragen aus dem Publikum, das nicht nur Studierende von der Ankara Universität sondern auch von anderen Ankaraner Universitäten sowie Mitarbeiter des Türkischen Parlaments anzog - sorgten im Anschluss an die Präsentationen für einen regen Austausch.
Viele Studierende zeigten sich durchaus interessiert an dem Programm und wollen nun künftig weiter an ihren Deutschkenntnissen arbeiten, um sich in der nächsten Bewerbungsrunde bewerben zu können.

Weitere Informationen zum Internationalen Parlamentsstipendium gibt es unter folgenden Links:
https://www.bundestag.de/ips 
https://www.bundestag.de/europa_internationales/ips/tuerkei-285778

Die Delegation aus Berlin, IC-Leiterin und DAAD-Lektorin Franziska Trepke sowie die Mitarbeiterinnen der Botschaft, Marlis Hey-Dincer und Sabrina Brockmann, kamen im Anschluss im Büro von Prof. Dr. Ünal Kaya (Leiter der Abteilung für Westliche Sprachen und Literaturen) mit den Kolleg*innen der Abteilung zusammen, um über weitere Themen wie den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und der Türkei sowie die deutsch-türkischen Hochschulkooperationen der Ankara Universität zu sprechen.