Der DAAD-Generalsekretär Dr. Kai Sicks war in Istanbul
EURIE (Eurasia Higher Education Summit) hat vom 8. bis 10. April 2025 in Istanbul stattgefunden. Das DAAD Informationszentrum Istanbul war auf der Netzwerkmesse mit einem Stand vertreten.
Am 10. April 2025 führte DAAD-Generalsekretär Dr. Kai Sicks mit den Vertretern der Hochschulen in Istanbul, an denen die DAAD-Lektoratsstellen angesiedelt sind ein fruchtbares Austauschtreffen durch.
Die Podiumsdiskussion am letzten Tag der Konferenz hat sich mit dem aktuellen Stand und der Zukunft der deutsch-türkischen Wissenschaftsbeziehungen befasst. An der Podiumsdiskussion nahmen auch Prof. Dr. Hasan Mandal, Rektor der Technischen Universität Istanbul, und Prof. Dr. Ferit Küçükay, Koordinator der Türkisch-Deutschen Universität teil. Die Moderation wurde von der Prof. Dr. Florian Schweigert von der Universität Potsdam übernommen, welcher in seiner Einführungsrede einen kurzen Überblick über die Geschichte der türkisch-deutschen Wissenschaftsbeziehungen gab. Die herzliche Aufnahme der exponierten Akademiker in der Türkei in den 1930er Jahren spielte dabei eine große Rolle.
Nach der Einführung skizzierte Dr. Sicks in seinem Vortrag den wissenschaftlichen Austausch aus deutscher Sicht. Eine wichtige Figur in dieser Geschichte war Philipp Schwartz. In seinem Namen haben die Alexander von Humboldt-Stiftung und das Auswärtige Amt im Jahr 2015 die Philipp Schwartz-Initiative ins Leben gerufen. Der DAAD selbst ist ein sehr wichtiges Vorbild für die Förderung des akademischen Austauschs. Die Geschichte, die mit der Initiative eines Medizinstudenten der Universität Heidelberg begann, feiert nun ihr 100-jähriges Jubiläum. Darüber hinaus ist die Türkisch-Deutsche Universität ein konkretes Beispiel für die akademische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. In seiner Rede wies Dr. Sicks auf drei Bereiche hin, in denen aus deutscher Sicht eine weitere Verbesserung der deutsch-türkischen Wissenschaftsbeziehungen gewünscht wird. Die Zahl der Studierenden und Wissenschaftler, die aus der Türkei zu Studien- oder Forschungszwecken nach Deutschland kommen, ist höher als die Zahl der Menschen, die aus Deutschland in die Türkei kommen. Vor allem in Bereichen wie der globalen Gesundheit und dem Klimawandel wird eine stärkere Forschungskooperation gewünscht. Die Alumni der Türkisch-Deutschen Universität sollen dazu beitragen, Brücken zwischen den beiden Ländern weiter zu bauen.
Der Alumnus der Alexander von Humboldt-Stiftung und Rektor der Technischen Universität Istanbul, Prof. Dr. Hasan Mandal, stellte zunächst seine Universität kurz vor. Als wichtige Forschungsschwerpunkte nannte Prof. Mandal den Klimawandel, gesellschaftliche Konflikte, unfreiwillige Auswanderung und Cyber-Sicherheit. Die Industrie 5.0 solle menschenzentrierter und ressourceneffizienter werden, entsprechende Transformationen müssten in den Forschungs- und Entwicklungsprozessen umgesetzt werden, so Prof. Dr. Mandal.
Prof. Dr. Ferit Küçükay stellte in seiner Rede die Türkisch-Deutsche Universität vor und lieferte die wichtigsten Daten zur Universität.
Die Podiumsdiskussion endete nach der Frage- und Antwortrunde mit einer Geschenkübergabe.
Mehr zu EURIE: www.euriesummit.org
Murat Kemaloğlu, Elvan Yılmaz Gümüş









